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European Epilepsy Brain Bank

European Epilepsy Brain Bank

Die Europäische Union fördert epileptologische Forschung

Im Rahmen des wissenschaftlichen Europa-Konsortiums “EpiCure” erhält die Neuropathologie in Erlangen den Auftrag zur Einrichtung einer Europäischen Epilepsie-Datenbank.

Ende 2006 hat die Europäische Kommission beschlossen, einen Antrag zur Erforschung der Epilepsien mit 9,83 Millionen Euro zu fördern. Der Antrag heißt „EPICURE: Funktionelle Genomic und Neurobiologie der Epilepsie: eine Basis für neue therapeutische Strategien“. Insgesamt 35 Gruppen aus 13 europäischen Ländern, davon 6 deutsche Zentren (Berlin, Bonn, Erlangen, Kiel, Marburg, Ulm), werden wesentlichen Anteil an der Durchführung der Forschungsarbeiten haben. Der Antrag wurde auch von deutschen Wissenschaftlern initiiert. Es geht darum, die genetischen Grundlagen generalisierter Epilepsien und die genetischen Grundlagen der Medikamentenresistenz bei Patienten mit fokalen Epilepsien näher zu untersuchen. Darüber hinaus werden kindliche Epilepsiesyndrome besonders gründlich untersucht und pharmakologische Studien im Bereich seltener kindlicher Epilepsien durchgeführt. Wichtiges Teilprojekt ist eine europäische Epilepsiehirnbank zur Organisation von kooperativer Forschung an reseziertem Hirngewebe von Patienten mit epilepsiechirurgischer Therapie. Diese Datenbank wird von der Erlanger Neuropathologie koordiniert (Webseite wird noch bekannt gegeben). Die Verbreitung der Ergebnisse spielt ein große Rolle damit die Ergebnisse des interdisziplinären EPICURE Forschungsnetzwerkes auch den Patienten zugute kommen. Hierbei spielen die Selbsthilfeorganisationen, wie z. B. das International Bureau of Epilepsy (IBE), aber auch die Epilepsie-Selbsthilfeorganisationen in den einzelnen Ländern (in Deutschland die DE und ihre Landesverbände) eine wichtige Rolle. Sie sollten bei den betroffenen Patienten darauf hinweisen, dass es neue Untersuchungsansätze gibt und die Forschungsergebnisse über Zeitschriften, wie z. B. die „einfälle“ aus Berlin bekannt geben. Patienten können sich also in die Forschungsprojekte einbringen, indem sie z. B. Informationen über ihre Epilepsie und entsprechendes Blut zur Analyse zur Verfügung stellen, und andersherum sollen die gewonnenen Forschungsergebnisse möglichst schnell an die Patienten kommuniziert werden, damit diese auch direkt profitieren können. Die EU fördert das Projekt wegen der hohen Qualität des Antrages und weil bisher epileptologische Forschung im Verhältnis zu den in Europa durchgeführten Arbeiten zur Epilepsie deutlich zu wenig gefördert wurde. Für weitere Informationen s. auch die Homepage: www.epicureproject.eu. Für die Vertreter des deutschen EPICURE-Netzwerkes (Prof. Dr. Uwe Heinemann, Dr. Thomas Sander, Berlin; Prof. Dr. Heinz Beck, PD. Dr. Albert Becker, Prof. Dr. Armin Heils, Bonn; Prof. Dr. Ingmar Blümcke, Erlangen; Prof. Dr. Ulrich Stephani, Kiel; Prof. Dr. H.M. Hamer, Prof. Dr. F. Rosenow, Marburg; Prof. Dr. Holger Lerche, Ulm)

EPICURE-PressRelease_12.2.07.pdf

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